Osmose

Definition

= Diffusion einer Flüssigkeit durch eine selektiv-permeable Membran entlang eines Konzentrationsgefälles der Lösungsmittel im Bezug auf die gelösten Teilchen. Die Diffusion erfolgt in Richtung der höheren Konzentration.

Durch die Diffusion in die Richtung der höheren Konzentration steigt die Flüssigkeitssäule auf dieser Seite. Die Flüssigkeitssäule erzeugt einen hydrostatischen Druck, der auf die Membran wirkt. Dieser Druck wirkt dem Verdünnungsbestreben (=osmotischer Druck) entgegen.

Osmotischer Druck

Osmotischer Druck in einem U-Rohr Links ein U-Rohr mit verschieden konzentrierten Lösungen unmittelbar nach dem Einfüllen, rechts dasselbe U-Rohr zu einem späteren Zeitpunkt. Das Gleichgewicht ist erreicht, wenn der hydrostatische Druck der rechten Flüssigkeitssäule dem osmotischen Druck der Lösung entspricht.1

Die Maßeinheit für den Osmotischen Druck ist Osmol pro Liter (osm/l) = Menge der gelösten Teilchen pro Liter Lösung in Mol. Er ist gleich dem Druck, den der gelöste Stoff ausüben würde, wenn seine Moleküle als Gas in dem von der Lösung eingenommenen Raum vorhanden wären.

Der Osmotische Druck im Blutplasma liegt bei 300 mosm/l (milliosmol/Liter).

Beispiele

Durstgefühl

Der Körper reguliert seinen Flüssigkeitshaushalt über die Menge der Urinausscheidung und über den Durst. Starker Durst zeigt an, dass der Körper mehr Flüssigkeit benötigt, weil die Salzkonzentration im Körper zugenommen oder das Flüssigkeitsvolumen abgenommen hat.

Diabetes

Laxantien

Osmotische Laxantien (Bittersalz, Glaubersalz, Laktulose) halten Wasser im Darm zurück, der Darminhalt bleibt weicher und wird leichter ausgeschieden.

Infusionen