Pharmakokinetik

Definition

Was macht der Körper mit dem Medikament? Beschreibt die Gesamtheit aller Prozesse, denen ein Arzneistoff im Körper unterliegt.

LADME:

Liberation

Hat die Freisetzung des Wirkstoffes schon außerhalb des Körpers stattgefunden, spricht man vom ADME-Prinzip. Beispielsweise ist der Wirkstoff bei Flüssigkeiten (Säfte, Tropfen) schon in Lösung. Auch bei Brausetabletten liegt der Wirkstoff vor einer Applikation gelöst vor. Aus diesem Grund findet man in der Literatur oft die folgende Schreibweise: (L)ADME.

Applikationsformen

Abk. auf gscheit Erklärung
i.v. intravenös direkt in die Vene
subl./s.l. sublingual unter die Zunge
i.m. intramuskulär in den Muskel
i.o. intraossär in den Knochen
s.c. subkutan unter die Haut (Subkutis)
p.o. oral / peroral über den Mund
rektal über den Mastdarm
transdermal Haut (Salben, Pflaster,..)
enteral Zufuhr über den Magen-Darm Trakt zb oral
systemisch Applikationsform, die zu einer Wirkstoffverteilung im gesamten Körper führt
topisch örtlich begrenzte Anwendung mit dem Ziel einer örtlich begrenzten Wirkung

Absorption

= Aufnahme des Stoffes durch eine biologische Membran in die Blutbahn

Distribution

= Umverteilung des Wirkstoffs zwischen dem Blutkreislauf und anderen Körperkompartimenten, wie Geweben oder Organen

First-Pass-Effekt

Barrieren

Metabolisierung

= die Aufnahme, den Transport und die chemische Umwandlung von Stoffen sowie die Abgaben von Stoffwechselprodukte an die Umgebung.

Exkretion

Der unveränderte Wirkstoff kann über die Niere, Galle, Darm, Lunge, Haut und Speichel aus dem Körper ausgeschieden werden. Wird der Wirkstoff hingegen zunächst biotransformiert und anschließend ausgeschieden, spricht man von “Elimination”.